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Drei Herausforderungen an unsere Zeit Selten stimmen Anfang und Ende eines Jahrhunderts mit dem Kalender überein. So beginnt für mich das 19. Jahrhundert mit der Französischen Revolution und das 20. mit dem Ersten Weltkrieg und der Oktoberrevolution. Aber während das 19. Jahrhundert die Grundlagen für Fortschritt und Demokratie schuf, wurde das 20. zum Jahrhundert der Weltkriege und der totalitären Ideologien. Gleichzeitig steht es aber auch für die Befreiung vieler Völker vom Kolonialismus und für die weltweite Verbreitung des Begriffs der Menschenrechte und der Ideen sozialer Gerechtigkeit. Das 21. Jahrhundert entzieht sich ebenfalls den Vorgaben des Kalenders. Seine ersten Vorzeichen sind Perestroika und Tschernobyl und schließlich der 11. September geworden. Diese Auswahl mag verwun- dern, aber ich will sie gern erklären. Die Perestroika setzte dem Wettrüsten und damit der Spaltung der Welt in zwei feindliche Lager ein Ende und eröffnete so die Möglichkeit einer echten Zusammenarbeit über die Schranken hinweg. Tschernobyl war die schreckliche Warnung vor den Gefahren der technolo- gischen Zivilisation. Und der 11. September zeigte, welch grässliche Folgen die Armut und der Verlust humanistischer Werte haben können. Heutzutage dürfen wir, gleich welcher Konfession wir angehören und auf welchem Kontinent wir leben, diesen drei fundamentalen Herausforderungen des neuen Jahrhunderts nicht ausweichen. Die erste mahnt uns, den Frieden auf der Welt zu wahren und sämtliche
Anstrengungen der internatio- nalen Gemeinschaft darauf zu richten, dass so
genannte lokale Konflikte entschärft werden. Denn an ihnen sind nicht nur
Länder mit chemischen Waffen beteiligt, sondern auch Atommächte und
Staaten, die kurz davor sind, eine nukleare Schlagkraft zu entwickeln. Die Weltgemeinschaft
muss auch ge- schlossen gegen den Terrorismus auftreten, denn er ist durch keinerlei
politische oder moralische Argumente zu rechtfertigen. |
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